Die Sache mit dem Tod erschien mir heute plötzlich so verdammt selbstverständlich, so natürlich, ich meine, anders als sonst, wo ich die Selbstverständlichkeit zwar herbeidenken, aber nicht fühlen kann.
Das ganze Leben über sammelt man Tote.
Und außerdem sammelt man Menschen, die zwar nicht tot sind, aber trotzdem aus unserem Leben verschwunden.
Es gibt keine Möglichkeit mehr, mit ihnen zu sprechen, ihnen auch nur etwas Belangloses mitzuteilen, sie anzuschauen, ihnen in die Augen zu sehen.
Wenn einer dieser Menschen einem dann (nach vielen Jahren vielleicht) irgendwann einmal zufällig über den Weg läuft, dann ist die Begegnung oft schmerzhafter als die Abwesenheit. Der Mensch, den es einmal gegeben hat, gibt es nicht mehr, selbst die Erinnerungen werden plötzlich fragwürdig.
"Sometimes there's so much beauty in the world I feel like I can't take it, like my heart's going to cave in." (Ricky Fitt in "American Beauty")
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