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Donnerstag, 4. Dezember 2008

Eigentlich nichts

Wie man darüber schreibt?
Wie man die Wörter wieder findet?
Sich nicht andauernd Fluchtwege ausdenkt?

Donnerstag, 3. April 2008

Schwafeln

Ich warte bei Célines Reise ans Ende der Nacht die ganze Zeit drauf, dass es wirklich unerträglich wird weiterzulesen, aber bisher bin ich immer noch mit ihm auf gleicher Höhe.

"Eines Tages will man immer weniger über die Sachen reden, die einem wirklich am Herzen liegen, und wenn mans muss, braucht es eine Riesenüberwindung. Man hat die Nase voll, sich immer schwafeln zu hören... Man kürzt ab... Man verzichtet... Seit dreißig Jahren schwafelt man schon... Man legt keinen Wert mehr drauf, Recht zu haben. [...] Man ist von sich selber angewidert... Es reicht jetzt, ein bisschen was zu fressen, es sich ein bisschen warm zu machen und so viel zu schlafen, wies nur geht, auf dem Weg durchs Nichts."

Samstag, 28. Juli 2007

Landkarte

about 'mattering maps':

Lawrence Grossberg assumes that when people construct their value system they do so not only by identifying the things that matter to them, but also by integrating these things into a matrix of meaningful relations and differences. They draw up a 'mattering map', which forms a structure of meaning, but, since it is saturated with afffect, it is also a structure of pleasure.

"Dass alles, was ich mir vornehme, damit enden soll, dass gar nichts übrig bleibt, weil ich alles auf dem Weg wieder vernichtet habe, aus Angst, dass es nicht gut genug ist, nicht wahr genug, aus Angst mich zu entblößen, aus Angst, dass andere über meine Leere erschrecken könnten."

Eine Stelle, die ich im Jahr 1993 in "Die Theorie des Schönen in Japan" anstrich:

(Das Konzept von yûgen)
"Yû, der erste Bestandteil des Wortes yûgen, bezeichnet normalerweise Schwachheit oder Schattenhaftigkeit in dem Sinne, dass es die durch-sich-selbst-existierende Solidität der Existenz eigentlich negiert oder Nicht-Stofflichkeit andeutet bzw., etwas genauer, die verfeinerte Qualität physischer Körperlichkeit in der Dimension der empirischen Wirklichkeit. Gen, der zweite Bestandteil des Wortes, bedeutet Trübheit, Dunkelheit oder Schwärze. Es ist eine durch unergründliche Tiefe verursachte Dunkelheit, so tief, dass unser physisches Augenlicht unmöglich bis auf den Grund gelangen kann, d.h. es ist die Dunkelheit in der Region der unbekannten Tiefe."

Lesbos 13/12 2021

Am Morgen wachte ich zum Plätschern des Regens auf. Machte mir Kaffee, schmierte mir Brote, packte eine Portion gesalzene Oliven in den Ruck...