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Mittwoch, 19. März 2008

Into the Wild

1. Begebe mich in mein eigenes inneres Alaska. Es hat die Form eines schwarzen Buchs, das ich mit kritzeligen, verschmierten Buchstaben fülle.

2. Blutspende: Man fragt mich, ob ich in den Monaten seit der letzten Blutspende den Sexpartner gewechselt habe (nein), ob ich Drogen genommen habe (nein), ob ich einen Malaria-Anfall gehabt habe (nein), ob ich mich habe piercen lassen (nein), ob ich Medikamente genommen habe (ja, Kopfschmerztabletten). Ich bekomme zur Belohnung ein pflaumenfarbenes T-Shirt, auf dem zwei Tomaten auf einem Zebrastreifen zu sehen sind, die eine davon zerquetscht und "blutend" (darunter steht: "Shirt happens")

3. Nach fünf Stunden Schlaf: Erst kippt mir das Milchtöpfchen um, so dass die Milch über meinen Pulli und auf den Teppich schwappt, dann stoße ich beim Aufwischen an die Espressokanne, deren Inhalt sich über den Herd ergießt. Ich gehe nach ausgiebigem Fluchen ohne Kaffee aus dem Haus, und dann verweigert mir der Geldautomat die Auszahlung.

Freitag, 27. Juli 2007

I don't want to get over you

Völlig nutzlose Gedanken an diesem Freitag:

(Blutspenderzentrale geschlossen, Bücher bei der Bibliothek überfällig, der Brief mit dem Geschenk für KP wog genau 24 Gramm zu viel und kostete gleich doppelt so viel Porto, der weiße Bademantel fiel mir auf den Radweg, ich hatte keine Lust, die Rhetorik von Aristoteles auf Englisch auszuleihen)

"Nie das gemacht haben, was ich eigentlich wollte, immer ein wenig daneben, ich kann es nicht erklären, warum, und deshalb bin ich beinahe pausenlos traurig."

Lesbos 13/12 2021

Am Morgen wachte ich zum Plätschern des Regens auf. Machte mir Kaffee, schmierte mir Brote, packte eine Portion gesalzene Oliven in den Ruck...