Meine Nachbarn sind u.a.: ein Grieche,
von dem ich nicht weiß, was er hier macht, der aber häufig laut
griechische Musik hört und immer freundlich lacht, wenn ich ihm begegne,
eine Russin Mitte Vierzig mit gefärbtem Haar, die eigentlich Violonistin ist, aber gerade hier lebt, um sich um ihre
alte und kranke Mutter zu kümmern, eine serbische Großfamilie, die vor kurzem Nachwuchs bekommen hat. Hier wohnt auch Rasmus, der dänische Lehrer,
der im Sommer mit dem Motorrad zum Nordkap fährt. Mein alleinstehender
finnischer Nachbar hat einen großen Nasenring und zwei kleine entzückende Kinder, Wand an Wand mit mir wohnt eine Chinesin, die in Kopenhagen arbeitet
und seit einiger Zeit mit ihrer 17jährigen Tochter zusammenlebt, die aus
China gekommen ist, wo sie lange Zeit bei den Großeltern gewohnt hat. Es gibt auch Schweden hier, z.B. Jenny, die früher mal
Gymnasiallehrerin war, dann aber versucht hat Schriftstellerin zu werden
und jetzt gerade bei Starbucks am Flughafen Kopenhagen arbeitet, wo sie offensichtlich Karriere macht. Im Keller
spielen ein paar alte Männer fast jeden Tag Billard, und der
Ire Barry hat dort eine Fahrradwerkstatt, in der er die Fahrräder aller
Hausbewohner umsonst repariert. Meine Katzen können über eine
selbstgebaute Katzentreppe in den Hof, und wenn die alten Billardmänner
vorüberlaufen, dann reden sie ein paar nette Worte mit ihnen.
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